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Wie gelingt eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung?

Die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung wird häufig vernachlässigt, obwohl sie für die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit unerlässlich ist.


Arbeitsplatzgestaltung ist ein wichtiges Thema, welches häufig vernachlässigt wird. Doch die vielen Vorteile sinnvoller Arbeitsplatzgestaltung, wie die Steigerung der Zufriedenheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität sprechen für sich. Wir haben die wichtigsten Infos zu dem Thema zusammengefasst.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Warum sollte man sich überhaupt mit der Arbeitsplatzgestaltung beschäftigen?

Bei der Arbeitsplatzgestaltung geht es darum, den Arbeitsplatz und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter*Innen möglichst sinnvoll zu gestalten. Das bedeutet, dass vor allem die physischen und psychischen Bedürfnisse der Mitarbeitenden berücksichtigt werden. So beugt man nicht nur gesundheitliche Schäden vor, sondern steigert auch die Zufriedenheit und Produktivität. Dies wiederum verbessert die Leistungsfähigkeit und führt zu einem nachhaltigen Erfolg des Unternehmens.

Die Arbeitsplatzgestaltung lässt sich in drei Untergruppen einteilen:

  1. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung: 

    Hier liegt der Fokus auf einem körpergerechten Arbeitsplatz. Dies umfasst beispielsweise die Sicherheit und die Benutzerfreundlichkeit der Geräte. Ziel ist es, dass körperliche Ermüdung oder sogar Schäden minimiert beziehungsweise im besten Fall vorgebeugt werden.

  2. Organisatorische Arbeitsplatzgestaltung: 
    Die organisatorische Arbeitsplatzgestaltung umfasst eher die Arbeitsbedingungen, d.h. die Arbeitsteilung, Arbeitsinhalte, Arbeitszeiten und die Pausenregelungen.

  3. Technologische Arbeitsplatzgestaltung:
    Durch die Digitalisierung an den Arbeitsplätzen entsteht die Schnittstelle Mensch und Maschine. Jegliche Veränderungen und Neuerungen haben Einfluss auf die Mitarbeiter*Innen. 

 

Ergonomie - Was sollte man beachten?

Beleuchtung: Um die Augen zu schonen und sowohl Ermüdung als auch Kopfschmerzen vorzubeugen, muss der Arbeitsplatz stets hell und gut ausgeleuchtet sein. Ideal ist natürliches Tageslicht. Jedoch reicht dieses gerade im Winter nicht aus, um den Arbeitsplatz ausreichend zu beleuchten. Künstliche Lichtquellen sollten sich farblich am Tageslicht orientieren, um eine ähnliche Wirkung zu erzeugen. Warmweiß und neutralweiß eignen sich hier am besten. Doch neben der Farbwahl spielt auch die Platzierung der Lichtquellen eine wichtige Rolle: Das Licht sollte niemals blenden, sondern eher von den Seiten einfallen.

Lärmbelastung: Die gesundheitliche Belastung von Lärm darf keinesfalls unterschätzt werden. Ein Lärmpegel von 55 dB sollte nicht überschritten werden. Dies sollte bei der Anschaffung und Platzierung neuer Geräte beachtet werden.

Raumklima: Bei einer sitzenden Tätigkeit im Büro sollte die Raumtemperatur mindestens 20°C betragen und im Sommer nicht über 26°C steigen. Die Luftfeuchtigkeit sollte dabei bei ca. 50% liegen. Um besonders im Winter eine zu trockene Luft zu vermeiden, eignen sich Zimmerpflanzen sehr gut als umweltfreundliche Alternative zu Luftbefeuchtern.

Farben: Es ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass Farben unsere Stimmung beeinflussen können. Für die Gestaltung des Arbeitsplatzes eignen sich am Besten helle Grün- und Blautöne. Gerade, wenn die Mitarbeiter*Innen viel am Computer arbeiten, helfen Grüntöne dabei, das Auge zu entspannen. Blautöne hingegen können Stress reduzieren und die Produktivität erhöhen.
Weiß eignet sich tatsächlich eher weniger, da es sehr steril wirkt und stark reflektiert, was die Augen anstrengen und ermüden kann.

Ergonomische Arbeitsmittel: Durch gewisse Anpassungen der Arbeitsmittel können große Effekte erzielt werden. Optimal sind beispielsweise höhenverstellbare Bildschirme, die an die Größe der Nutzer*Innen angepasst werden können. Die Höhe ist optimal eingestellt, wenn der Kopf leicht nach unten geneigt werden muss, um auf die Mitte des Bildschirms zu gucken. Der Bildschirm, die Tastatur und die Schultern sollten parallel zueinander liegen. Spiegelungen und Reflexionen auf dem Bildschirm sollten vermieden werden, da diese die Augen stark beanspruchen.

Die Tastatur ist das am häufigsten verwendete Arbeitsmittel in Büros. Klassische Tastaturen begünstigen eine Fehlhaltung der Hände und dadurch auch der Unterarme, die zu Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich oder sogar zu Krankheiten wie dem Karpaltunnelsyndrom führen können. Um dies zu verhindern, sollten ergonomische Tastaturen verwendet werden, die eine gewisse Schwungform haben und bei denen die Neigung eingestellt werden kann. So erreicht man eine möglichst natürliche Haltung.

Kurz und knapp: Insbesondere Individualität ist wichtig. Der Arbeitsplatz sollte für alle Mitarbeiter*Innen individuell auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

 

Wie kann individuelle Arbeitsplatzgestaltung beim Desksharing verwirklicht werden?

Kurz zusammengefasst bedeutet Desksharing, dass sich alle Mitarbeiter*Innen alle Tische teilen und niemand mehr einen festen Platz hat. Dies ist sinnvoll, wenn Mitarbeiter*Innen flexibel zwischen Home Office und dem Büro wechseln können. Vorteile dieses flexiblen Systems sind unter anderem Gleichberechtigung, Dynamik und verbesserte Kommunikation, durch häufiges Wechseln der Plätze und Sitznachbar*Innen. Außerdem können Kosten eingespart werden, indem weniger Plätze und somit weniger Bürofläche benötigt werden.

Damit Desksharing reibungslos funktioniert und dennoch die Ergonomie am Arbeitsplatz nicht zu kurz kommt, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  1. Eine gut funktionierende technische Infrastruktur ist unerlässlich, damit jeder überall Zugriff auf alle Informationen und Daten hat.
  2. Clean Desk Policy
    Alle Arbeitsplätze müssen im ersten Schritt standardisiert werden. Es muss feste Orte für die Arbeitsmittel geben und der Schreibtisch muss immer so hinterlassen werden, wie man ihn vorfinden möchte. Das klingt erstmal gar nicht nach der individuellen Anpassung, die für einen ergonomischen Arbeitsplatz so wichtig ist. Dieses Problem ist jedoch gar nicht so schwer zu lösen: Durch Anschaffung verstellbarer Bildschirme, Schreibtischstühle und Schreibtische lässt sich jeder Arbeitsplatz schnell individuell anpassen. Vorab sollten die Mitarbeiter*Innen jedoch genau informiert werden, wie sie den Arbeitsplatz möglichst schnell und einfach auf Ihre Bedürfnisse einstellen können. Außerdem sollten kleine Rollcontainer oder Schließfächer bereitgestellt werden, in denen die Mitarbeiter*Innen ihre persönlichen Arbeitsmittel oder ähnliches verstauen können.
  3. Desksharing muss gut organisiert werden. Hierfür eignet sich das Desksharing Tool von desk.ly optimal: Mitarbeiter*Innen können über unsere hochflexible Cloud-Lösung schnell und einfach Büropläne einsehen und ihre Lieblingsplätze buchen. Dadurch ist immer für Ordnung gesorgt und eine effektive Planung gesichert. 


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