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Der Irrglaube hinter der Work-Life-Balance

Perfektes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leben – die Suche nach einer Work-Life-Balance beschäftigt viele.
Besonders im Zuge der Corona-Pandemie verstärkte sich der Wunsch nach einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Privat- und Arbeitsleben. Angetrieben vom Sinneswandel hat die klassische Karrierevorstellung ausgedient: Überstunden, Konkurrenzkampf und Präsenzzeiten sind nicht mehr erwünscht und müssen für flexible New Work Ansätze weichen. Doch wie gelingt es, beide Bereiche gleichermaßen zu bedienen und ist das überhaupt möglich?

Inhaltsverzeichnis: 

 

Was ist Work-Life-Balance?

Unter dem Begriff Work-Life-Balance stellen sich viele ein Szenario vor, in dem das Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit perfekt ausgeglichen ist. Beruflich als auch privat muss dabei auf nichts verzichtet werden und es bleibt genügend Zeit für Hobbys und private Ziele. 

Diese Interpretation suggeriert, dass Leben und Arbeiten gegensätzliche Lebensbereiche sind, die es in Einklang zu bringen gilt.
Doch realistisch gesehen sind diese Bereiche nicht getrennt, sondern eng miteinander verflochten: Tatsächlich verbringt der Mensch etwa ⅓ seiner täglichen Lebenszeit mit Arbeiten und befriedigt damit (teils unbewusste) Bedürfnisse, die für die Zufriedenheit und das eigene Glück absolut notwendig sind. Neben dem finanziellen Aspekt zählen hierzu vor allem die Bedürfnisse nach sozialem Austausch und persönlicher Weiterentwicklung. 

Arbeiten bedeutet somit auch immer Leben. Und nun?
Anstatt zu versuchen, eine krampfhafte Aufteilung herzustellen, sollte hinterfragt werden, was mit dieser vermeintlichen “Balance” wirklich erzielt werden soll.
Oft ist es nämlich das Gefühl, mit mehr Struktur besser leben und arbeiten zu können, das uns zum Thema Work-Life-Balance treibt.
An sich ein guter Gedanke, der meistens allerdings von folgendem Fehler begleitet wird: Die Änderungen fußen oftmals nur auf der Optimierung des Selbstmanagements, die wiederum darauf abzielt, die Effizienz zu steigern und mehr Aktivitäten in den Tagesablauf hineinzupressen. Dadurch wird leider das eigentliche Ziel von Ausgleich und Entlastung verfehlt und stattdessen der Druck weiter erhöht.

 

Die neue Balance: Work-Life-Blending 

Abhilfe für das oben geschilderte Problem schafft ein Work-Life-Blending.
Anstatt krampfhaft ein trennscharfes Gleichgewicht zwischen der Arbeits- und Freizeit herzustellen, sollen mittels Work-Life-Blending fließende Übergänge geschaffen werden.
Die gängigsten Ansätze  hierfür sind hybride oder komplett remote Arbeitsmodelle, die dem Arbeitgeber mehr Freiräume und eine flexiblere Zeiteinteilung ermöglichen.
Ziel ist es, Arbeiten und Leben so zu kombinieren, dass Arbeitnehmer flexibler auf private Umstände reagieren, selbstbestimmter, zeit- und ortsunabhängiger arbeiten und damit ihre Produktivität steigern können.

Obwohl Work-Life-Blending erstmal sehr verlockend klingt, gibt es aber auch Schwierigkeiten, die auftreten können und vor der Umsetzung identifiziert und  bedacht werden müssen.
Geschieht dies nicht, kann das Verhältnis schnell ins Schwanken geraten und auf Kosten der privaten Zeit gehen. Zu den Folgen für den Arbeitnehmer zählen dann oft steigende Arbeitszeiten, Dauererreichbarkeit, kurze Pausenzeiten und zunehmende gesundheitliche Belastungen. 


Deine nächsten Schritte 

Der Wunsch nach einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Arbeits- und Freizeit hat durchaus seine Daseinsberechtigung.
Dennoch ist eine eindeutige Trennung nicht nötig oder gar möglich, da Arbeit immer auch Leben bedeutet und einen wesentlichen Beitrag zur Lebenszufriedenheit leistet.
Darüber hinaus gibt es keinen Universalschlüssel für das perfekte Gleichgewicht, weshalb sich Änderungen stets an individuellen Bedürfnissen orientieren sollten. 

Ein erster Schritt Richtung gelungenem Work-Life-Blending ist die Nutzung von desk.ly - der führenden App für Arbeitsplatzbuchung.
Dank ihrer intuitiven und schnellen Bedienung kannst du deine Arbeitszeit zukünftig flexibel und selbstbestimmt planen.  

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