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Burnout - Mehr als nur ein bisschen Stress

Wenn Stress zum Dauerzustand wird, kann sich das Burnout-Syndrom entwickeln. Diesen Zustand sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.


Jeder kennt dieses Gefühl nach einer langen und anstrengenden Woche: Man fühlt sich erschöpft und irgendwie ausgelaugt. Ein gewisses Maß an Stress und Erschöpfungen ist bei besonderen Umständen ganz normal. Doch wird dies zum Dauerzustand, kann sich der übermäßige Stress zum Burnout-Syndrom entwickeln. Diesen Zustand sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Doch was genau ist ein Burnout eigentlich? Was sind die Ursachen und wie wird es behandelt? Wir haben das Wichtigste zusammengefasst. 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Was genau ist eigentlich das Burnout-Syndrom?

Der Begriff Burnout wurde erstmals in den 1980er Jahren von dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberger verwendet. Damals bezog er sich ausschließlich auf die Menschen, die in sozialen Berufen tätig waren. Die Theorie war, dass sich vor allem diese Menschen extrem aufopfern, um sich fürsorglich um andere Menschen zu kümmern, ohne auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Er bezog sich hauptsächlich auf Menschen, die selber nicht genug auf sich achten und sehr ehrgeizig und perfektionistisch sind. 

Ein anderer Ansatz wäre, dass die Ursachen für ein Burnout-Syndrom eher mit äußeren Faktoren zu tun haben, wie der Arbeitsumgebung, Streit mit Kolleg*Innen, schlechte Bezahlung etc.. Man kann davon ausgehen, dass sowohl die inneren, als auch äußeren Umstände zum Burnout-Syndrom führen können.

Genau übersetzt bedeutet Burnout ausgebrannt. Dies trifft es schon ziemlich gut, denn das Burnout-Syndrom bezeichnet eine extreme Erschöpfung. Diese kann körperlich, emotional und geistig auftreten und hat oft eine verminderte Leistungsfähigkeit zur Folge. Burnout ist allerdings genau genommen keine eigenständige Krankheit, sondern vielmehr ein Zustand, der zu verschiedensten psychischen oder psychosomatischen Symptomen und/oder Krankheiten führen kann. 

 

Wie äußert sich das Burnout-Syndrom?

Grundsätzlich ist es kaum möglich, diese Frage eindeutig zu beantworten. Das Burnout -Syndrom ist sehr schwer zu diagnostizieren und die Symptome sind sehr individuell. Außerdem überschneiden sich die Symptome häufig mit denen von Depressionen und Angststörungen, die allerdings auch eine Folge des Burnouts sein können. An dieser Stelle ist wichtig zu sagen, dass man im Falle eines ernsthaften Verdachts unbedingt einen Arzt oder Psychologen zu Rate ziehen sollte. Im Internet werden zwar unzählige Tests und Fragebögen angeboten, doch die meisten reichen nicht aus, um eine korrekte Diagnose zu stellen.

Dennoch gibt es drei Hauptsymptome, die in den meisten Fällen auftreten.

Erschöpfung: Betroffene Menschen fühlen sich ausgebrannt und extrem erschöpft. Sie sind oft müde, überfordert und frustriert. Auch körperliche Symptome können damit einhergehen wie beispielsweise Kopfschmerzen und Magen-Darm-Probleme.

Verringerte Leistungsfähigkeit: Unter der dauerhaften Erschöpfung und Überforderung leidet natürlich auch die Leistungsfähigkeit. Dies kann sich nicht nur bei der Arbeit äußern, sondern auch in alltäglichen Tätigkeiten wie beispielsweise Aufgaben im Haushalt. Betroffene sind meist sehr unkonzentriert und unmotiviert und sehen alle Tätigkeiten eher als eine Bürde.

Entfremdung: Alle zu bewältigenden Tätigkeiten, wie die Arbeit und private Erledigungen sind eine Belastung. Man distanziert sich beispielsweise von den Kolleg*Innen und der eigenen Arbeit. Man wird lustlos, ist nicht mehr verantwortungsbewusst und meist genervt von den Arbeitsbedingungen etc.. 

 

Was sind die Ursachen? 

Ähnlich wie die Symptome sind auch die Ursachen sehr individuell. Jeder Mensch hat eine andere Belastungsgrenze. Die Einen lassen sich auch durch eine extrem stressige Arbeitswoche mit etlichen Überstunden kaum aus der Ruhe bringen, die anderen sind bereits überfordert mit einer kleinen zusätzlichen Aufgabe. Dennoch ist niemand vollständig vor einem Burnout geschützt. 

Die Ursachen können sowohl äußere als auch innere Umstände sein. Häufige äußere Ursachen sind beispielsweise dauerhafte Überforderung, Zeitdruck, fehlende Anerkennung und Konflikte bei der Arbeit mit den Kolleg*Innen oder Führungskräften. Innere Ursachen können extremer Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft und zusätzlich die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse sein. Im Endeffekt ist es Stress, der nicht zu bewältigen ist. 

Doch es gibt nicht ausschließlich psychische Ursachen, die zu einem Burnout führen können. Chronische Virusinfekte, Mikronährstoffmangel und Giftbelastung durch chronische Darmprobleme sind Beispiele für physische Krankheiten, die auch eine Ursache sein können. Diese hängen jedoch auch eng mit der Psyche und vor allem Stress zusammen. 

 

Wie lässt sich Burnout behandeln?

Bei Verdacht auf eine Burnout sollte man sich zunächst an den Hausarzt wenden. Es ist in jedem Fall wichtig, sich professionell behandeln zu lassen. Ein richtiger Burnout wird nicht von alleine durch ein paar Tipps aus dem Internet verschwinden. Hierbei gilt, umso früher gehandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Grundsätzlich ist es sehr wichtig, sich das Problem selbst einzugestehen und bereit zu sein, seine Verhaltensweisen zu ändern und Gedankenmuster aufzubrechen.

Die Therapie ist sehr individuell und wird für jeden Betroffenen auf die Bedürfnisse zugeschnitten. Psychotherapie gehört fast immer dazu. Auch autogenes Training und stressmedizinische Therapie sind möglich. In manchen Fällen wie beispielsweise depressiven Verstimmungen werden auch Medikamente verschrieben. Um Verhaltensmuster und unrealistische Anforderungen an sich selbst aufzubrechen, wird Verhaltenstherapie eingesetzt. Auch Sport und Ernährung können bei der Heilung eine große Rolle spielen. 

Die Therapien können ambulant, teilstationär und stationär erfolgen. Dies wird alles individuell entschieden. Das Ziel ist natürlich immer, dass sich die Betroffenen wieder körperlich und mental entspannen und die Ursachen und Hintergründe erkennen, um die Warnzeichen des Körpers wahrzunehmen und wieder bewusster und gesünder zu leben. 

Sich den Risiken bewusst zu sein und Warnsignale zu erkennen, ist auch im Vorhinein wichtig, damit ein Burnout im besten Fall sogar verhindert werden kann. Mehr Informationen dazu und was man als Arbeitgeber tun kann, um die Mitarbeiter*Innen zu schützen, erhältst du in unserem nächsten Blogartikel am nächsten Mittwoch. 
Kleiner Tipp: Hybrides Arbeiten und Desksharing spielen dabei eine Rolle...

 

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