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Bürohunde und Wohlbefinden

Bürohunde und Wohlbefinden mit Desksharing

Das Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen bei der Arbeit ist für Unternehmen eine echte Herausforderung. Es wird erwartet, dass die Unternehmen innovativ und kreativ sind, um die Anforderungen der neuen Generation von Talenten zu erfüllen und die Personen an das Unternehmen zu binden.

 

Doch nicht nur das: Mit der neuen Arbeit entwickeln sich neue Trends, um den Arbeitsplatz zu einem Ort zu machen, an dem man sich wohlfühlt und den man von Zeit zu Zeit aufsucht, wenn man nicht zu 100 % zu Hause arbeitet. Der Arbeitsplatz ist heute ein Ort, an dem die Arbeitnehmer*innen Dienstleistungen für ihr Wohlbefinden in Anspruch nehmen können: Home Office, eine App für die Reservierung von Arbeitsplätzen, Kantine, Parkplätze, Besprechungsräume, Betriebskindergarten, Mitnahme von Hunden in das Unternehmen usw.

Schauen wir uns mal diesen letzten doch recht ungewöhnlichen Punkt an:

Die Initiative zur Mitnahme von Tieren und insbesondere von Hunden könnte von einem Unternehmen als innovativer Weg zur Verbesserung des Wohlbefindens seiner Mitarbeiter*innen betrachtet werden. 

 

Initiative der offenen Tür für Hunde in Unternehmen

Eine von Purina Nestlé gegründete europäische "Pets at Work"-Allianz bringt eine Gemeinschaft von Unternehmen zusammen, die ihre Türen für Hunde öffnen. Ihre Mitglieder erkennen die positiven Auswirkungen von Hunden auf das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen, aber auch die Vorteile für das Unternehmen. 

 

Die erste kleine Erkenntnis zu Gunsten unserer Hundefreunde im Büro

Die Arbeitnehmerseite:

  • Verringerung des Stresses bei der Arbeit
  • Verbesserung der psychische Gesundheit
  • Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben
  • Entspannte Arbeitsatmosphäre und eine bessere Harmonie im Team 
  • Mehr Interaktion zwischen den Mitarbeiter*innen 

Die Unternehmensseite: 

  • Höhere Motivation der Mitarbeiter*innen
  • Senkung der Fehlzeitenquote und der damit verbundenen Kosten
  • Mehr Kreativität bei den Kolleg*innen
  • Arbeitgebermarke, die von (potenziellen) Mitarbeiter*innen hoch geschätzt wird
  • Attraktivität und Bindung von Mitarbeiter*innenn und Nachwuchskräften
  • Verbesserte Leistung und Produktivität der Mitarbeiter

Die Hundeseite: 

  • Entwicklung der sozialen Fähigkeiten der Hunde 
  • Wohlbefinden der Hunde 

Trotz der vielen Vorteile, die Hunde am Arbeitsplatz bieten, sind nur sehr wenige Unternehmen tierfreundlich, obwohl jede*r zweite Arbeitnehmer*in mit Hund, diesen gerne mit ins Büro bringen würde, wenn es erlaubt wäre. 

 

Warum werden Tiere in Unternehmen nicht stärker akzeptiert? 

Hierfür gibt es oft mehrere Gründe. Wir können hier einige Antworten geben: 

  • Es handelt sich nicht um eine Praxis, die Teil der allgemeinen gesellschaftlichen Sitten geworden ist. 
  • Es fehlt das Bewusstsein für die vielen Vorteile, die die Haltung von Hunden im Unternehmen mit sich bringt.
  • Das Unternehmen kommuniziert nicht über dieses Thema.
  • Die rechtlichen Aspekte, die das Unternehmen berücksichtigen muss, wenn es die Hunde willkommen heißen will. 

Wenn das Unternehmen nämlich seine Räumlichkeiten mietet, muss es die Zustimmung des Vermieters oder Eigentümers einholen. Darüber hinaus muss die Rechtsabteilung des Unternehmens eine Haftungsverzichtserklärung ausarbeiten. Dies ist ein schöner kleiner Cocktail von Hindernissen zu diesem Thema! Abgesehen von bestimmten Hindernissen muss das Unternehmen davon überzeugt sein, dass das Leben im Unternehmen besser wird, wenn Haustiere dabei sind. Die Aufnahme von Hunden in das Unternehmen muss geplant werden und einer Reihe von Regeln unterliegen.

 

Wenn du in deinem Unternehmen diesen Schritt wagen willst, raten wir dir, einige Tipps zu befolgen, die für den Erfolg des Projekts eines haustierfreundlichen Unternehmens unerlässlich sind: 

  1. Entscheide dich, den Schritt zu wagen und kommuniziere das Thema im Unternehmen.
  2. Sichere dir die Unterstützung deiner Mitarbeiter*innen. Es ist wichtig, die Begeisterung aller Kolleg*innen zu wecken. Die Anwesenheit von Tieren darf nämlich weder das Betriebsleben beeinträchtigen noch zu Spannungen führen, die dem erwarteten guten Betriebsklima zuwiderlaufen. 

 

Nachdem die Genehmigungen eingeholt, die rechtlichen Aspekte geklärt und die Unterstützung der Mitarbeiter*innen gewonnen wurden, ist eine Zeit des Nachdenkens darüber erforderlich, wie Hunde in den Büros willkommen geheißen werden können und es müssen eine Reihe von Regeln aufgestellt werden: 

  • Die Tiere sollten sauber und ordentlich sein und über das Grundgehorsam verfügen. 
  • Gib den Hunden eine gewisse Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Der Hund kann zunächst für einige Stunden in das Büro kommen, um sein Verhalten zu beobachten. 
  • Die Bereiche, zu denen unsere vierbeinigen Freunde Zutritt haben, müssen deutlich gekennzeichnet sein, insbesondere durch entsprechende Beschilderung (z. B. sind Hunde in der Kantine, im Besprechungsraum, in den Toiletten und in den Aufzügen nicht erlaubt). 
  • Wie viele Tiere sind pro Woche im Unternehmen erlaubt? Wie lässt sich ihre Anwesenheit regeln?
    • Unser Tipp: Die Anwesenheit von Hunden im Unternehmen kann über eine Arbeitsplatzverwaltung wie desk.ly ganz leicht verwaltet werden. Zusätzlich zu einem Arbeitsplatz können sich die Personen einen Hundeplatz buchen. Die Anwendung zeigt an, ob das tägliche Kontingent für Haustiere erreicht ist.
  • Die Kolleg*innen sollten es vermeiden, einen Hund allein im Büro zu lassen, um seinen Komfort und seine Sicherheit zu gewährleisten.
  • Vorbeugung und Ratschläge, wie man sich einem Hund nähert und sich ihm gegenüber verhält.
  • Sicherstellung des Wohlbefindens von Mitarbeiter*innen, denen die Anwesenheit von Hunden unangenehm ist, um diesen Menschen zu helfen, sich mit ihnen vertraut zu machen. 
    • Unser Tipp: Einen Raum anbieten, in denen Hunde erlaubt sind und andere Räume bieten, zu denen Hunde keinen Zutritt haben. So findet jede*r Kolleg*in den richtigen Arbeitsplatz.

 

Büros für alle zugänglich machen: Hygiene, Gesundheit und Sicherheit 

  • Haustierbesitzer sind in jeder Situation gegenüber anderen Mitarbeiter*innen und anderen Hunden im Haus verantwortlich. 
  • Die Beschäftigten müssen für das Wohlbefinden ihrer Hunde sorgen (Futter, frisches Wasser und regelmäßige Spaziergänge). 
  • Die Tiere müssen auf dem neuesten Stand der Impfungen und frei von Parasiten sein. 
  • Besucher müssen über die Anwesenheit von Hunden in den Büroräumen informiert werden, insbesondere wenn der Besucher allergisch ist. 
  • Im Falle einer Allergie von Mitarbeitern oder Besuchern wird empfohlen, einen Mindestabstand von 5 Metern zwischen Hunden und allergischen Personen einzuhalten. Außerdem sollte die Anbindehaltung von Hunden in der Nähe des Büros aus Gründen des Komforts der betroffenen Personen in Betracht gezogen werden.  
  • Die Büroräume sollten mindestens einmal pro Woche gereinigt werden.

Es ist jedoch zu beachten, dass das, was in einem KMU leicht umsetzbar ist, in einem größeren Unternehmen schwieriger sein kann, da die Vorschriften zahlreicher und manchmal auch restriktiver sind. Letztendlich ist der Prozess aber relativ einfach. Einfach anfangen! Unsere Hundefreunde können den Gemütszustand der Mitarbeiter*innen verändern und dazu beitragen, die Arbeitgebermarke zu stärken.